Im Alltag einfach Plastik reduzieren – Zwei Must Haves

Du befindest dich hier: 

Was wenn ich euch sagen würde, dass wir mit diesen zwei Sachen mindestens 1000 CHF (etwa dasselbe in Euro) pro Jahr und im Alltag einfach Plastik reduzieren könnten? Um den Plastik Berg zu visualisieren, den wir einsparen würden…

Stellt euch ein Zimmer vor, dass mit mindestens 700 Plastikflaschen und mindestens 500 Kaffeebecher gefüllt ist.

Ein ziemlich grosser Müllhaufen, oder?

Das ist nämlich etwa die Menge an Plastik, die wir pro Person, pro Jahr für Wasserflaschen und Kaffeebecher verschwenden. Bei vielen ist es durch erhöhten Kaffeekonsum sogar mehr.

Müllberg aus Kaffeebecher und Burger Tüten. Starbucks-Becher auf Müllhaufen.
Photo by Jasmin Sessler on Unsplash

Ganz plastikfrei zu leben ist schwierig, klar. Deshalb sind wir grosse Fans davon «mit wenig Aufwand viel zu bewirken». Wenn es nachhaltigere Alternativen zu Einwegprodukten gibt, die gut aussehen, Geld sparen und keinen Plastikmüll produzieren, ist die Frage eigentlich:

Wieso sind wir nicht alle schon längst auf die nachhaltige Alternative umgestiegen?

Einerseits ist es wohl die Gewohnheit, andererseits aber auch, dass man sich dem Ausmass des Müllberges nicht wirklich bewusst ist, wenn man da und dort mal einen Kaffeebecher oder eine Plastikflasche wegwirft. Daher finde ich das obige Beispiel mit dem prallgefüllten Plastikzimmer ziemlich anschaulich und eindrücklich.

Ein weiterer Grund könnte sein, dass viele nicht richtig wissen, was die Probleme bei Plastikwasserflachen sind und weshalb das Recyclen von Plastik in der Theorie viel besser klingt als in der Praxis. Wir haben daher versucht, unten kurz auf diese Punkte einzugehen und hoffen, euch damit noch mehr Gründe zu liefern, weshalb sich der Wechsel auf nachhaltige Wasserflaschen und Kaffeebecher lohnen.

Weshalb ist Wasser in einer Plastikflasche ein Problem?
Evian-Trinkflasche
Photo by HONG FENG on Unsplash

Einerseits natürlich wegen dem Abfall, andererseits weil Wasser meines Erachtens ein Menschenrecht sein sollte und nicht von Firmen privatisiert werden dürfte.

Die Tatsache, dass Menschen in anderen Teilen der Welt verdursten oder verschmutztes Wasser trinken müssen, weil Milliardenkonzerne Quellen beanspruchen, um uns hier Trinkwasser (welches wir gratis aus dem Wasserhahn haben könnten) teuer verkaufen, macht mich buchstäblich krank.

Indem wir kein Wasser kaufen, sondern auf Leitungswasser zurückgreifen, sparen wir also nicht nur Plastik, sondern setzten ein politisches Statement.

Unsere Ausgaben sind nämlich kleine Stimmzettel, mit denen wir Industrien und Firmen unterstützen oder eben nicht.

Können wir die Welt retten indem wir Plastikwasserflaschen boykottieren?

Leider nicht... Aber irgendwo müssen wir anfangen. Und am besten fangen wir dort an wo es einfach umzusetzen ist und eine grosse Hebelwirkung hat. Zudem sparen wir hier sogar noch Geld dabei. 😉

Die Recycling Lüge

Gerade mal 10% des Plastiks wird recycelt, der Rest verbrannt.[1] Ein Grossteil des Abfalls wird ins Ausland verschifft, wo er Landflächen verschmutzt, verbrannt wird und so toxische Gifte freisetzt oder im Meer endet.

Müllberg aus Plastikflaschen
Photo by tanvi sharma on Unsplash

Natürlich werden von Herstellern oder der offiziellen PET Recycling Webseite[2] Geschichten von CO2 neutralen Marken und «nachhaltigerem» PET erzählt. Schlussendlich ist PET aber immer noch ein Erdölprodukt, dass komplett unnötig ein Gut umschliesst, welches ein Menschenrecht sein sollte. – Sauberes Trinkwasser.

Wenn es möglich ist, Wasser ohne PET zu trinken und dabei auch gleich Energie für die Herstellung und das Recycling zu sparen, lasst uns das doch machen? ????

Sieben Vorteile von wiederverwendbaren Flaschen und Becher auf einen Blick
  1. Sehen viel besser und hochwertiger aus als Plastikflaschen.

  2. Kein Erdöl wurde dafür aus der Erde gedrillt.

  3. Spart uns über CHF 1000.- im Jahr oder das Äquivalent in Euro.

  4. Spart Unmengen an Plastik.

  5. Können überall mitgenommen werden (zum Reisen, zum Sport, zur Arbeit, etc.)

  6. Keine Plastikrückstände, die wir mittrinken.

  7. Kein Rumschleppen von schweren Wasserflaschen beim Einkaufen.
Nachhaltige Edelstahl-Trinkflasche
Extratipps:
  • Wasser filtern:
    Wer aus irgendwelchen Gründen kein Wasser direkt aus der Leitung trinken möchte, kann in einen Wasserfilter investieren oder ein Stück Aktivkohle in das Wasser werfen. Diese entzieht dem Wasser allfällige Chemikalien und unerwünschte Stoffe. In der Schweiz und in den meisten Europäischen Ländern ist Leitungswasser aber perfekt geniessbar und nicht schädlich.
  • Kohlensäure:
    Für alle die Wasser mit Kohlensäure mögen, gibt es super praktische Soda Streams, die für wenig Geld beinahe endlos Kohlensäure produzieren.
  • Wie im Restaurant:
    Um Leitungswasser ein bisschen schicker aussehen zu lassen, einfach ein Stück Zitrone, Gurke oder Eis dazugeben und in einem schönen Glas servieren.
  • Im Büro:
    Wer im Büro (wie wir) auch diese Einwegbecher neben der Kaffeemaschine griffbereit stehen hat, kann sich mal den Spass machen und zählen, wie viele Einwegkaffeebecher das Team pro Tag wegwirft. Das muss nicht sein. Falls ihr nicht gleich in einen tragbaren Kaffeebecher investieren möchtet, nehmt doch einfach eure Lieblingstasse von Zuhause mit oder leiht euch eine Tasse aus der Kantine. Und wer weiss, vielleicht inspiriert ihr eure Arbeitskollegen auch dazu? ????
Stellt euch mal vor, welche Plastikberge ein ganzes Unternehmen sparen könnte?

Teilt diesen Artikel gerne mit euren Arbeitskollegen, Freunden und Familien um mehr Leute auf nachhaltigeren Wasser- und Kaffeekonsum Aufmerksam zu machen. Oft ist es nämlich eine unbewusste Gewohnheit, die einfach und schnell durch eine simplere, günstigere Gewohnheit ersetzt werden kann.

Nichts leichter als das: Zwei Dinge durch eine nachhaltigere Alternative ersetzten und so im Alltag einfach Plastik reduzieren.

Zum Glück gibt es mittlerweile zahlreiche nachhaltige Hersteller, die wiederverwendbare Wasserflaschen und Kaffeebecher herstellen. Bestimmt ist auch für deinen Geschmack etwas dabei. ????

Nachhaltige Edelstahl-Trinkflasche und wiederverwendbarer Kaffeebecher

Du fragst dich, was du sonst noch für einfache Entscheidungen treffen kannst, um einen Beitrag für die Umwelt zu leisten. Hier erfährst Du mehr über das Ausmass der Umweltverschmutzung durch die Nutztierhaltung.


[1] The Guardian: Plastic recycling is a myth: what really happens to your rubbish? https://www.theguardian.com/environment/2019/aug/17/plastic-recycling-myth-what-really-happens-your-rubbish

[2] PET Offizielle Webiste: https://www.petrecycling.ch/de/home

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Unterstütze meine Arbeit auf Instagram und werde Teil der Community.

Jetzt vorbeischauen
closearrow-circle-o-downarrow-upchevron-downfacebook-squarepinterestellipsis-vinstagramlong-arrow-leftlong-arrow-rightmagnifiercross